Das Sechste Haus
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 Betreff des Beitrags: Gruseliges/Erschreckendes
BeitragVerfasst: So 10. Jun 2018, 17:52 
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Registriert: Sa 1. Mär 2008, 19:10
Beiträge: 1475
Hi, nachdem wir "Mal was Lustiges" und "Kurioses/Interessantes" hatten, dachte ich mir, es wäre doch mal interessant, auch mal einen Grusel-Thread zu haben.
Habe mir gerade so Videos angeschaut, die wirklich so passiert sein sollen und da ich auch Einiges erlebt habe, woran ich mich auch heute noch im Detail erinnern kann, mache ich jetzt einfach mal diesen Thread auf ;P
Hab den Titel extra "offen" gestaltet, es müssen ja nicht nur eigene Erlebnisse sein, sondern einfach Dinge, die man allgemein erschreckend findet.

Was haltet ihr davon?

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 Betreff des Beitrags: Re: Gruseliges/Erschreckendes
BeitragVerfasst: So 10. Jun 2018, 21:17 
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Gildenmitglied

Registriert: Fr 29. Feb 2008, 12:24
Beiträge: 2360
Warum nicht, ich steh auf Schaurig(-Schönes). Ich finde immer die Berichte über Bigfoot/Sasquatch/Yeti/undwiesiealleheißen interressant, die es in praktisch allen wilden Gebieten der Welt geben soll. Genau das richtige Thema wenn man in einem Wald im Dunklen am Lagerfeuer sitzt. ;) Zwar bezweifel ich, dass es sie gibt (nagut, es gibt reell Menschen die aufgrund eines Gendefekts eine dichte Körperbehaarung auch im Gesicht haben), aber so richtig "wilde" Mensch-Affen-Primaten... Wenn es die noch geben würde irgendwo sollten in Zeiten wo fast jeder irgendeine Art von Fotoapparat (Smartphone) bei sich trägt es doch schon mehr Beweise in Form von Fotos und Videos geben.

Hier so ein "Gendefekt-Wolfsmensch":

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 Betreff des Beitrags: Re: Gruseliges/Erschreckendes
BeitragVerfasst: So 10. Jun 2018, 22:03 
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Gildenmitglied

Registriert: Sa 1. Mär 2008, 19:10
Beiträge: 1475
Hab jetzt hin- und herüberlegt, ob ich mal meine Story als erste hinschreibe.

Ich weiß nicht mehr, wie alt ich damals war. Ich hatte das Buch "Pferde im Frühling" gelesen und mitunter ging es darin um ein Mädchen, was letztendlich stirbt. Zu der Zeit war "Stay awhile" von Kim Wilde auf allen Radiostationen zu hören und ich fand das Lied und die gesamte Situation sehr aufreibend und gruselig. Ich hab das Lied (wie so viele andere) aufgrund des Textes gefunden, obwohl ich damals kein Englisch konnte. Diese beiden Faktoren spielten jedenfalls eine Rolle in der folgenden Geschichte:

Das andere Zimmer

Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, als ich begann, mich vor dem "anderen" Zimmer, wie wir es nannten, zu fürchten. Es lag in unserer damaligen, langjährigen Ferienunterkunft und man musste ein langes Beet entlanggehen, um dort hinzugelangen. Eine Sache von zehn Sekunden. Am anderen Ende des Weges saßen unsere Nachbarn in ihrem Garten und dennoch hatte ich Angst.
Tagsüber haben wir Kinder - meine Schwester und ich - dort gespielt, Käfer ausgebuddelt, imaginäre Pflanzen eingepflanzt, unsere eigene Gartenarbeit verrichtet und uns wohlgefühlt. Wir gingen jedoch nie in die Nähe dieses Zimmers.
Ich fing eines Tages an, meiner Schwester davon zu erzählen, wie sehr ich mich vor dem Zimmer gruselte und mir spukte die ganze Zeit dieses Lied von Kim Wilde im Kopf herum. Ich sagte ihr, dass ich allein auf gar keinen Fall nachts mehr in diese Richtung gehen würde und schaffte es, meine 5 Jahre ältere Schwester damit so zu ängstigen, dass auch sie weder dort hin wollte, noch das Lied hören konnte. Sie sagte, ich solle ihr keine Angst machen. Ich entgegnete, ich könne nichts dafür, ich hätte nur so ein Gefühl.
Damals hatten wir noch nicht in diesem Zimmer geschlafen.
Es kam die Zeit, da größere Umbauarbeiten dort passierten - unsere Eltern verbannten uns Kinder in "das andere Zimmer", da die Hausbesitzer das Haus erweitern wollten. Ich hatte Angst, hielt mich jedoch für erwachsen genug, das nicht zu zeigen. Ich muss etwa acht oder neun Jahre alt gewesen sein. Wir schliefen also in diesem Zimmer.
In diesen Nächten war kaum an Schlaf zu denken. Entweder, ich wachte im Morgengrauen auf und sah einen Umriss an der Tür - der sich als an der Tür aufgehangene Kleidung mitsamt Hut entpuppte - oder ich wurde wach, weil meine Schwester plötzlich schlafwandelte. Ich habe den Schrecken meines Lebens bekommen, als ich die Augen öffnete und sie aufrecht im Bett sitzen sah.
Ich rief schockiert "Was ist denn los?" und sie antwortete: "Jemand hat das Zelt zugeschlossen. Ich komme hier nicht mehr raus." Ich blickte zur Tür, die natürlich geschlossen war. Ich sagte: "Aber die Tür ist offen, keine Angst, du kannst hier jederzeit raus."
Sie starrte noch einmal zu mir, dann legte sie sich hin und schlief.
Dann kam das Jahr, als eine Freundin meiner Schwester und besuchte. Ich war etwa 11. Sie schlief dort mit ihr in diesem Zimmer.
Eines Nachts stürmte es und trotzdem lief die Freundin in die Nacht hinaus und ließ die Tür offen. Die Tür schlug immer wieder gegen den Rahmen, so dass meine Schwester wach wurde. Sie fand das Bett neben sich leer vor und die Freundin oben auf der Terasse herumirrend. In der Nacht hatte sich eine Spinne in dem Rucksack der Freundin eingenistet und bescherte allen einen gewaltigen Schrecken. Ich selbst hatte damals noch nie so eine große Spinne gesehen.

Jetzt sind über 20 Jahre vergangen...vor vielen Jahren war mein Vater allein in diesem Haus. Er schlief in dem "anderen Zimmer". Er wurde eines Morgens wach und sah einen jungen, blonden Mann auf einem Stuhl vor seinem Bett sitzen. Er schreckte auf und fragte den Mann, was er da täte. Laut der Aussage meines Vaters hat der junge Mann ihn danach angelächelt und sich anschließend einfach in Luft aufgelöst. Ich sagte damals zu meinem Vater, dass er doch wüsste, was ich von dem Zimmer halte.
Er entgegnete, dass er so etwas noch nie erlebt hätte.

Als das Haus endlich fertig gestellt war, sprach niemand mehr von dem "anderen Zimmer".
Niemand ging mehr dort hinein und es wurde einfach ein für alle mal verschlossen.
Mittlerweile ist dieses "andere Zimmer" eine Art Museum, in dem sogar noch mein selbstgebasteltes Aquarium steht - mit Steinen und Papierfischen in einem Glas.

Vor ein paar Jahren informierte uns der Besitzer über eine merkwürdige Sache. Er fragte, ob jemand von uns einem fremden Mann den Schlüssel zum "anderen Zimmer" gegeben hätte. Auf die Frage hin, wie er darauf käme, antwortete er: "Alle Nachbarn wundern sich über den blonden Mann, der täglich dort ein- und ausgeht."

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 Betreff des Beitrags: Re: Gruseliges/Erschreckendes
BeitragVerfasst: Mo 11. Jun 2018, 11:22 
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Registriert: Fr 29. Feb 2008, 12:24
Beiträge: 2360
Wo wir bei Spukgestalten sind: Ich hab da ein Erinnerungsfetzen aus der Zeit wo ich 3-4 Jahre alt war. Es war jedenfalls in meiner Geburtsstadt, die wir verlassen haben als ich 4 Jahre alt war. In der Nacht erschien etwas in meinem Zimmer, ich kann mich nicht mehr erinnern wie es aussah, aber es war keiner von meiner Familie. Ich erinner mich nur dass ich meinen Eltern am Folgetag sagte ein "mmmm-mmmm" wäre bei mir gewesen. (Ich hatte wohl da noch kleinkindliche Probleme mich auszudrücken). Bis heute weiß ich nicht was das gewesen sein könnte. Ich bin mir aber sehr sicher dass es kein Traum war.

Es hat zwar nichts damit zu tun, aber kurz nach unserem Auszug ist das Nachbarhaus in die Luft geflogen, weil jemand versucht hat sich mit Gas umzubringen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gruseliges/Erschreckendes
BeitragVerfasst: Mo 11. Jun 2018, 18:18 
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Registriert: Sa 1. Mär 2008, 19:10
Beiträge: 1475
Ja, so geht das :D

Ich mach mal mit einer kürzeren Geschichte weiter, die mir passiert ist, als ich noch bei meinen Eltern wohnte. Meine Schwester war ausgezogen, so dass ich unser ursprünglich gemeinsames Zimmer für mich allein hatte.
Ich hatte meinen ersten, niedlichen Hamster (er hieß Ronaldo, weil mich der Fußballspieler damals immer an einen Hamster erinnert hat).
Damals muss ich zwischen 14 und 15 gewesen sein.
Ronaldo und ich verstanden uns bestens, er war laut meiner Schwester wie ein "kleiner Onkel". Ich ließ ihn frei laufen, er vertraute mir. Was bedeutet, dass ich ihn eines Tages nicht fand und seinen Namen rief. Ich hörte ein Kratzen an der Decke und blickte an dem über zwei Meter hohen Regal hoch. Dort oben saß mein Hamster und schaute runter.
Ich rief ihn und er kam emsig mit seinem dicken Hinterteil angewackelt, aber hoch ging anscheinend besser, als runter, so dass er wieder hochkletterte. Ich realisierte das Problem und rief ihn noch einmal, diesmal mit der Hand an der problematischen Stelle. Er kam sofort heruntergeklettert, nahm dankbar meine Hand an und ich trug ihn in seinen Käfig.

So viel zum Vertrauensverhältnis zwischen meinem Hamsterchen und mir. Sind ganz tolle Tiere, leben leider nicht lange.

Eines Abends jedoch stand ich vor seinem Käfig und wollte...ja, was auch immer - ihm zu Fressen geben, glsube ich...und war ganz geschockt.
Mein Hamster richtete sich plötzlich auf, bließ seine Backentaschen auf und fauchte. Die Vorderfüßchen hatte er vor sich in der Luft.
Ich war richtig geschockt, ich hab mich sofort gefragt, was er da anfaucht. Um mich zu versichern, dass er nicht mich meint, steckte ich meine Hand in den Käfig und fasste den Hamtser an (in der Erwartung, er würde mich beißen).
Er fauchte, mit den aufgeplusterten Backen, weiterhin aufgerichtet und ging bloß einen Schritt zur Seite.
Nun bekam ich es ein wenig mit der Angst zu tun. Obwohl meine Eltern in derselben Wohnung saßen, hatte ich niemanden ins Zimmer kommen hören. Ich glaube, so eine "unbegründete" (und große) Angst hatte ich noch nie. Da stand der Hamster in seiner vollen Größe aufgeplustert vor mir und das bedeutete, es musste etwas hinter mir sein. Ich hab mich eine ganze Weile nicht getraut, mich umzudrehen. Dann dachte ich mir, wer beschützt hier eigentlich wen - so ein kleiner Hamster im Käfig dich, oder du ihn?
Ich drehte mich also in Zeitlupe um und dachte wirklich, da steht jetzt was ganz Schlimmes. Ich hab mich noch nie so hilflos gefühlt.
Als ich hinter mich blickte, war da nichts. Mein Hamster hat in dem Moment wieder aufgehört, zu fauchen, als ich eine Weile mit dem Rücken zu ihm gedreht stand. Also man muss sich das irgendwie vorstellen...ich hatte in dem Moment schon enorme Angst.
Danach hab ich wieder die Hand in den Käfig gesteckt, den jetzt beruhigten Hamster gestreichelt, obwohl ich wusste, dass Hamster streicheln hassen und war erleichtert, dass er sich nicht mehr aufregte.

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